Kornmüller ist schon wieder pleite, Domo Sanifer dreht das (Infrarot-)Licht ab


25 Dienstnehmer und 71 Gläubiger sind laut AKV, KSV und Creditreform von der aktuellen Fikomo-Insolvenz betroffen. Die Passiva liegen bei 975.000 Euro, Gläubiger dürfen laut Sanierungs-Plan mit einer Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren rechnen. Wie das gehen soll? Beabsichtigt ist, die Produktion vom niederösterreichischen Weistrach nach Slowenien zu verlagern, lediglich der Vertrieb soll am bisherigen Standort verbleiben.
Begründet wird die Insolvenz mit Umsätzen, die unter den Erwartungen blieben, hohem Investitions- und Sanierungs-Bedarf und unbrauchbaren Geschäfts-Räumlichkeiten, deren Mietvertrag bis 2017 gelaufen wäre. Die Marke Kornmüller ist damit nun schon zum zweiten Mal in eine Insolvenz involviert. Das letzte Mal, 2009, lagen die Schulden freilich bei 7,5 Mio. Euro.
Preisverfall bei Küchentechnik
Jede Menge Passiva hat auch Domo Sanifer angehäuft – konkret (Eigenangaben): 4,38 Mio. Euro bei Aktiva von 723.000 Euro. Die Summe verteilt sich auf 210 Gläubiger aus den Bereichen Haus- und Küchentechnik, Sauna- und Infrarot-Kabinen sowie Bauelemente. In jedem Fall betroffen sind auch die 44 Dienstnehmer, denn das Unternehmen plant die Schließung. Und laut KSV1870 ist außerdem ein Nachfolge-Konkurs der rumänischen Tochter Domo Wellness Romania S.R.L. zu erwarten.
Wie im Fall von Fikomo werden massive Umsatz-Einbrüche (bei IR- und Sauna-Kabinen) als vorrangige Insolvenz-Ursache genannt. Nachteilig hätten sich auch der Preisverfall bei Küchentechnik und gescheiterte Kooperations-Gespräche ausgewirkt.





