Steirische Initiative

Gemeinsam Bau und Land beleben

Sanierung
18.01.2024

Von: Redaktion Handwerk + Bau
Mit der gemeinsamen Initiative "Wir beleben unser Land" wollen das Land Steiermark, die WKO und Raiffeisen die regionale Bauwirtschaft beleben und die Erreichung der Klimaziele forcieren.

Revitalisierung, Sanierung, Wohnraumerweiterung und innerstädtische Verdichtung unter größtmöglicher Boden- und Ressourcenschonung sind die Aufgaben der Bauwirtschaft zur Erreichung der Klimaziele. Die zahlreichen historischen Gebäude in der Steiermark bieten dazu große Potenzial. Dieses zu erschließen und unter Einsatz heimischer Handwerkskunst einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen hat sich die steirische Initiative "Wir beleben unser Land" zur Aufgabe gemacht.

Gemeinsam das Land beleben

"Mit der Revitalisierung und Sanierung von historischen Gebäuden erhalten wir nicht nur einen Teil des reichen kulturellen Erbes in der Steiermark, sondern reduzieren gleichzeitig Boden- und Ressourcenverbrauch", betont Landeshauptmann Christopher Drexler. "Genau hier setzen wir an und zeigen mit der Initiative 'Wir beleben unser Land' kreative und innovative Wege, wie architektonischen und kulturellen Schätzen neues Leben eingehaucht werden kann. Ich freue mich, dass wir mit steirischer Handwerkskunst einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz in unserem Land leisten können."
Die ressortzuständige Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer ergänzt: "Der ländliche Raum muss weiterhin ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum der Zukunft sein. Wir müssen hier gemeinsam weiterhin Initiativen im Sinne der Baukultur, der Nachhaltigkeit und der Lebensqualität setzen. Das Land Steiermark unterstützt mit vielen neuen Maßnahmen und Förderungen." Auch Raiffeisen Steiermark macht sich stark: "Lebendige Regionen erkennt man an tatkräftigen Menschen, an intakten Orten und vielfältigen Bauwerken", betont Raiffeisen-Landesbank-Generaldirektor Martin Schaller.

Wollen gemeinsam das Land Steiermark beleben (v. l.): Helmut Schabauer (Dachdecker, Glaser und Spengler), Rudolf Leitner (Sprecher der planenden Baumeister), Oskar Beer (Holzbau), Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer, Landeshauptmann Christopher Drexler, Raiffeisen-Landesbank Generaldirektor Martin Schaller, Johann Reisenhofer (Bauhilfsgewerbe) und Johann Hackl (Metalltechnik).
Wollen gemeinsam das Land Steiermark beleben (v. l.): Helmut Schabauer (Dachdecker, Glaser und Spengler), Rudolf Leitner (Sprecher der planenden Baumeister), Oskar Beer (Holzbau), Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer, Landeshauptmann Christopher Drexler, Raiffeisen-Landesbank Generaldirektor Martin Schaller, Johann Reisenhofer (Bauhilfsgewerbe) und Johann Hackl (Metalltechnik).  

Professionist*innen gefragt

Private Investoren, die einerseits alte Bausubstanzen, historische Villen, herrschaftliche Anwesen oder stillgelegte Fabriken für die Nachwelt erhalten wollen, benötigen Professionisten. Generell gehe aktuell der Trend stärker als bisher in Richtung Erweiterung bestehenden Wohnraumes, konstatieren einhellig die Landesinnungsmeister der WKO, die ihre Expertise in puncto Sanierung, Revitalisierung und Wohnraumerweiterung einbringen. Sie sagen:
Johann Reisenhofer (Bauhilfsgewerbe): "Es werden nach wie vor zu viele alte, erhaltungswürdige Häuser abgebrochen. Weil man seitens der Eigentümer das Potenzial nicht erkennt bzw. wertschätzt oder auch weil der vermeintliche Kostendruck das stärkere Argument ist."
Oskar Beer (Holzbau): "Holzbau ist ein enorm flexibler Baustoff. Gerade bei anstehenden Thematiken wie der Verdichtung lässt sich mit Holz schnell reagieren und bauen."
Helmut Schabauer (Dachdecker, Glaser und Spengler): "Gerade Dächer sind durch zunehmende Starkregenereignisse, Stürme aber auch Hitze, bereits heute mehr beansprucht. Entsprechend ist auch vorzugehen. Gleiches ebenso bei der Nachrüstung mit Photovoltaikanlagen, wo nicht jedes Dach gleich geeignet ist."
Hannes Koudelka (Maler): "Soll weniger versiegelt werden, wird die Frage der Nachnutzung von alten Gebäuden wichtiger. Unsere Mitarbeiter haben hohe Erfahrungswerte und damit Expertise für Gebäudesubstanz und richtige Sanierung." 

Umfassende Informationen

Ein wichtiger Nebeneffekt ist für Bernd Haintz, Innungsgeschäftsführer des Bauhandwerks, die Belebung nicht nur von Bauten, sondern von Fähigkeiten und Kenntnissen, die verlorenzugehen drohen. Denn immerhin bildet die Baubranche eine große Zahl an Lehrlingen aus. Was an Wissen nicht mehr weitergegeben wird, ist auch für künftige Generationen verloren.
Die Plattform "Wir beleben unser Land" dient daher nicht nur als Ideengeberin für den Erhalt alter Gebäude und die Verbesserung der Wohn- und Lebensräume, sie gibt auch wertvolle Informationen über sämtliche Förderungen, die für Bau-, Sanierungs- oder Revitalisierungsvorhaben lukriert werden können. 
(bt)

Weitere Informationen: wirbeleben.at